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Nachrichten: Mai 2009

Honda: der erste Inlands-Absatzanstieg seit 6 Monaten.

28.05.2009

Der zweitgrößte japanische Automobilhersteller Honda Motor leistete in seinen Absätzen in Japan im April gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2008 eine Steigerung von 1,8 % auf 46.060 Autos. Das ist der erste Anstieg seit Oktober 2008. Der Zuwachs geht zuerst auf das Konto starker Absätze der Marken Insight und Fit.

Die internationale Produktion des Konzerns ist im April auf Jahressicht den sechsten Monat in Folge um 29,7 % auf 231.399 Einheiten eingebrochen. Die Herstellung in Japan stürzte um 37,5 % ab. Die Zahlen weisen doch auf einen Rückstand des Abschwungs hin. So ging im März die weltweite Produktion und die Inlandsproduktion um 37,8 % sowie 40,3 % zurück.

Übernahmeangebote für Opel.

21.05.2009

Die Rettungspläne für den Rüsselsheimer Autohersteller Opel sind in der heißen Phase. Mit dem italienischen Autohersteller Fiat, den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna sowie dem amerikanischen Finanzinvestor Ripplewood hätten alle 3 potenziellen Investoren Angebote für Opel abgegeben, berichtete ein Sprecher von GM Europe am 20.Mai. Die Konzepte sollen nun schnell geprüft werden. "Die Opel-Task-Force sitze bereits zusammen", verlautete aus Regierungskreisen.

Nach Berichten der italienischen Zeitung "La Repubblica" hat Fiat eine Offerte für die europäischen General-Motors-Töchter Opel und Vauxhall abgegeben. Ziel sei es, einen neuen Konzern zu entwickeln, der auch die Aktivitäten von Fiat sowie die Beteiligung am US-Hersteller Chrysler umfasst.

Nach Angaben der "Rheinischen Post" hat Magna zusammen mit dem russischen Autobauer Gaz ein Übernahme-Konzept eingegeben. Danach wollen sie mit finanzieller Unterstützung der russischen Bank Sberbank den Großteil an Opel übernehmen.

Daimler beliefert in den USA ersten Hybrid-Lkw.

21.05.2009

Daimler hat in den USA zusammen mit der Eaton Corporation einen Hybrid-Lkw der Marke Freightliner entwickelt, der jetzt zum ersten mal im Segment des Gefahrguttransports eingeleitet wird. Das Fahrzeug vom Typ Freightliner Business Class M2e wurde in erster Lionie auf den Kunden Pennington Gas Service geeignet. Die Firma ist auf die Lieferung von Propangas, vor allem für die US-Bundesstaaten Michigan, Ohio und Indiana, spezialisiert.

Unternehmenspartner Keith Pennington, seit langem ein Anhänger umweltfreundlicher Transportlösungen, war erst im März diesen Jahres bei einem Fahrtest auf der „The Work Truck Show“ in Chicago auf die Hybrid-Version der Freightliner Business Class aufmerksam geworden. Er verspricht sich von dem neuen Fahrzeug Kraftstoffeinsparungen und Abgasreduzierungen um bis zu 30 %. Bei dem Fahrzeug ist es möglich, den Dieselmotor abzuschalten und während des Pumpvorgangs das Elektroaggregat des Hybridsystems zu benutzen.

Um weitere Erkenntnisse im Praxiseinsatz zu sammeln, arbeiten Daimler Trucks North America und Pennington Gas Telogis, einem führenden Hersteller von Software zur Überprüfung von Fahrverhalten, gemeinsam.

Motorsport: VW und Scania werden Partner.

14.05.2009

Scania Deutschland und die Motorsportsektion von Volkswagen werden Partner. Der schwedische Lkw-Hersteller, der zu den international führenden Unternehmen zählt und seit 2008 neunte Marke im Volkswagen-Konzern ist, bietet dem VW-Team um Motorsport-Direktor Kris Nissen 3 starke SZM mit Leistung 500 P.S. für die Renntransporter an. Sie sind in der Farbe „Volkswagen Silber“ lackiert.

Die neue gegenseitige Zusammenarbeit umfasst darüber hinaus auch den ADAC Volkswagen Polo Cup. Drei blaue Cup-Polo werben in der Saison 2009 für „Scania Services. Immer an Ihrer Seite.“. Premiere haben die drei "Scania-Polo" am kommenden Wochenende (16./17.5.2009) beim ersten von neun Rennen der erfolgreichen Tourenwagen-Schule in Hockenheim.

BMW bremst Zusammenarbeit mit Daimler aus.

11.05.2009

Einem Zeitungsbericht zufolge hat BMW der lange geplanten Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Daimler in grundlegenden Punkten eine Absage geholt. Die Gespräche über eine Motorenkooperation mit Mercedes sei definitiv fehlgeschlagen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Ebenfalls vom Tisch sei die Zusammenarbeit der Finanztöchter und eine gegenseitige Kapitalverflechtung.

"Alles, was die BMW-Eigenständigkeit bedroht, ist tabu", zitiert das "Handelsblatt" aus dem Aufsichtsrat der Münchener. Allein die Gespräche über eine Einkaufskooperation liefen noch weiter - es wäre natürlich nur die kleinste mögliche Lösung nach großem Anlauf.

Vor allem auf BMW-Seite hätten sich die Bedenkenträger durchgesetzt. Entscheidender Punkt sei die Motorentechnologie, bei der sich die Münchener in Führung wähnen. "Daimler würde von einer Motorenkooperation mehr Vorteile haben als wir", sagt ein Beteiligter zum "Handelsblatt".

Toyota hat den ersten Verlust seit Jahrzehnten.

08.05.2009

Jahrelang galt Toyota als Vorzeigefirma der globalen Autobranche: Die Japaner überzeugten durch hohe Qualität, niedrige Preise und positive Geschäftszahlen. Doch die Weltwirtschaftskrise macht diesem Nimbus ein Ende.

Wie es am Freitag mitgeteilt wurde, verbuchte Toyota im Geschäftsjahr 2008/2009, das im März endete, unter dem Strich ein Minus von umgerechnet 3,3 Milliarden Euro. Der Umsatz des größten Autobauers der Welt brach um über 20 % auf umgerechnet fast 155 Milliarden Euro ein. Der Absatz hat sich auf 7,57 Millionen Autos verringert. Das waren 1,34 Millionen weniger als im Jahr davor. Für Toyota ist es der erste Verlust in mehr als 4 Jahrzehnten. Grund dafür sei der massive Einbruch der Märkte in den USA, Japan und Europa. Für das seit April laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern sogar noch eine Vertiefung der Krise: Der Verlust werde sich voraussichtlich noch rund vier Milliarden Euro steigern, erklärte Toyota.

Fiat verspricht Erhalt deutscher Opel-Werke.

05.05.2009

Der italienische Fiat-Konzern will nach einer möglichen Übernahme des Autobauers Opel offenbar doch alle vier deutschen Standorte erhalten. Fiat-Chef Sergio Marchionne sagte zur "Bild"-Zeitung: "Wir wollen keines der vier Opel-Werke in Deutschland schließen". Dabei müssten die Betriebsangehörigen verringernt werden. Wenn alle vier Werke blieben, koste das Geld. Diese Kosten wolle man übernehmen. Marchionne deutet darauf hin, dass der erste Rettungsplan von Opel selbst die Schließung von zwei Werken vorsah.

Berichten zufolge hatte Marchionne am Montag beim Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg (CSU) nur den Erhalt von drei deutschen Opel-Standorten versprochen. Bedroht sei das Fahrzeugteile-Werk in Kaiserslautern, hatte es geheißen.

Dazwischen hat der Autozulieferer Magna sein Interesse an Opel bestätigt. Branchenkenner und der Opel-Betriebsrat favorisieren einen Einstieg von Magna. Neben Garantien des Bundes kann ein neuer Investor bei Opel auch auf Beihilfe durch das Land Thüringen hoffen. Wenn es ein vernünftiges Konzept gebe, sei man bereit zu helfen, sagte der thüringische Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) gegenüber der "Berliner Zeitung".

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