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Nachrichten: Oktober 2008

Chrysler erwägt Allianz mit Renault.

27.10.2008

Weil eine Übernahme durch General Motors möglicherweise nicht zu finanzieren ist, erwägt Chrysler nun eine weltweite Allianz mit Renault und Nissan. Der französisch-japanische Konzern könnte laut einem Medienbericht mit einer Minderheitsbeteiligung einsteigen.

New York - Der notleidende US-Autobauer Chrysler verstärkt laut Medienberichten seine Verhandlungen mit den verschwisterten Konzernen Renault und Nissan über eine weltweite Allianz. Chrysler strebe zwar vorrangig noch immer eine Übernahme durch den größten US- Autobauer General Motors (GM) an, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Dieser Plan stehe aber wegen der leeren GM- Kassen vor massiven Finanzierungsproblemen.

Nissan und Renault könnten mit einer Minderheitsbeteiligung bei Chrysler einsteigen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Insider. In dem globalen Verbund würde Chrysler weit mehr intakt bleiben, als bei einer Übernahme durch die Opel-Mutter GM. Unter dem Dach von GM stünden ein drastischer Abbau von bis zu 40.000 Stellen sowie Milliardeneinsparungen an.

Der Chef von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, bevorzugt Kooperationen statt Fusionen. Einen US-Anbieter als dritten Partner im Verbund nannte er erst zuletzt wieder einen logischen Schritt. Ghosn hatte 2006 auch bereits mit GM über eine Allianz gesprochen, die Amerikaner wollten dann aber lieber doch weiter eigenständig bleiben.

GM und Chrysler wären gemeinsam der nach Verkaufszahlen größte Autobauer der Welt vor dem japanischen Toyota-Konzern. GM leidet angesichts der steilen Talfahrt des US-Automarktes wie auch der Wettbewerber Ford unter Milliardenverlusten und verbrennt derzeit monatlich rund eine Milliarde Dollar an liquiden Mitteln. Im Kampf gegen eine drohende Pleite wären Chryslers flüssige Reserven von rund zwölf Milliarden Dollar bei GM sehr willkommen.

Chrysler-Eigner ist der US-Finanzinvestor Cerberus, der 2007 rund 80 Prozent vom deutschen Daimler-Konzern übernommen hatte. Daimler verhandelt gerade über den Verkauf seiner Chrysler-Restbeteiligung an Cerberus. manager-magazin.de

BMW stoppt Produktion in Leipzig.

27.10.2008

Der Konjunkturabschwung trifft die Autobranche mit voller Wucht: Im Leipziger BMW-Werk stehen die Bänder für vier Tage still, Bosch schließt eine Woche lang kurzfristig ein Werk. Weltweit verbuchen Pkw-Hersteller Absatzeinbrüche - selbst der Branchenprimus Toyota.

Leipzig - Im Leipziger Werk des Autobauers BMW stehen seit diesem Montag die Bänder still. Der Hersteller unterbricht die Produktion wegen des schwächelnden Absatzes für vier Tage. Nach Unternehmensangaben werden damit 2800 Autos weniger montiert. Für die 2600 Leipziger Beschäftigten sollen keine Einbußen entstehen. Die Zeit wird auf Arbeitszeitkonten verrechnet.

In Leipzig werden vier Modelle - die 3er Limousine und drei 1er Varianten - montiert. Im September war der Absatz bei den drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um 14,6 Prozent zurückgegangen. In den USA, dem wichtigsten Automarkt, lag er um ein Viertel unter dem Vorjahreswert. BMW verkaufte in dem Monat insgesamt nur noch 121.000 Fahrzeuge.

BMW hatte bereits angekündigt, die Produktion in diesem Jahr um 25.000 Fahrzeuge zurückfahren zu wollen. Auch andere Autohersteller drosseln ihre Produktionen. Opel sowie die Volkswagen-Töchter Seat und Skoda wollen weniger Autos bauen. Daimler will wegen des dramatischen Absatzeinbruchs sogar die Produktion für fünf Wochen einstellen. Rund 150.000 Beschäftigte werden daher in verlängerte Weihnachtsferien geschickt. Mit dem Produktionsstopp in allen 14 deutschen Standorten reagiere das Unternehmen auf die unsichere Lage auf den weltweiten Automärkten, sagte Personalvorstand Günther Fleig am Montag in Stuttgart. Die Zwangspause werde vor allem über Arbeitszeitkonten umgesetzt werden. Sollte sich die Lage im Frühjahr 2009 nicht bessern, könne das Management weitere Maßnahmen nicht ausschließen. An dem Ziel, bis zum Jahresende die Produktion um 45.000 Fahrzeuge zu drosseln, halte der Konzern fest. Spiegel.de

Kampf um Scania-Übernahme eröffnet.

27.10.2008

Der deutsche Lkw-Produzent MAN hat heute Nacht offiziell sein Kaufangebot für den schwedischen Konkurrenten Scania vorgelegt - knapp zehn Milliarden Euro. Die Schweden wehren sich gegen die Übernahme. Jetzt blicken alle auf die beiden großen Scania-Anteilseigner.

Hamburg - Der Lastwagenhersteller MAN hat den Kampf um die Übernahme des schwedischen Rivalen Scania offiziell eröffnet. MAN legte nach einer Aufsichtsratssitzung in der Nacht zu heute ein Angebot in Höhe von 9,6 Milliarden Euro in Bar und eigenen Aktien vor. Durch den Zusammenschluss entstünde der größte Lkw- und Bushersteller in Europa. Der Scania-Vorstand forderte die Scania-Aktionäre sofort zur Ablehnung des Kaufangebots auf: Das Nein des Vorstands war einmütig, teilte das Unternehmen heute in Stockholm mit. Mit Spannung wird nun die Reaktion der beiden Scania-Großaktionäre - VW und die schwedische Familie Wallenberg - erwartet.

MAN-Vorstandschef Hakan Samuelsson sagte: "Die neue Gruppe wird stärker und wettbewerbsfähiger sein und dabei Arbeitsplätze in Deutschland und Schweden sichern." MAN und Scania beschäftigen zusammen fast 80.000 Mitarbeiter und kommen zusammen auf eine Jahresproduktion von 124.000 Lastwagen und einen Konzernumsatz von rund 22 Milliarden Euro. Samuelsson sagte: "Durch die Zusammenführung zweier starker Marken und sich ergänzender Marktpositionen wird sich die neue Gruppe zu einem europäischen Champion und einem wirklichen Global Player entwickeln." MAN/Scania würde der größte Nutzfahrzeughersteller in Europa und nach eigenen Angaben die Nummer drei auf dem Weltmarkt.

MAN bietet für jede Scania-Aktie 38 Euro in bar plus 0,151 Stammaktien der fusionierten Gesellschaft. Das entspricht zusammen 48 Euro und liegt mehr als ein Drittel über dem durchschnittlichen Scania-Aktienkurs der letzten drei Monate, teilte MAN mit. Das Angebot steht unter der Bedingung, dass MAN mehr als 90 Prozent der Aktien und Stimmrechte an Scania erhält und die Kartellbehörden zustimmen. Die Übernahme soll vor Jahresende unter Dach und Fach gebracht werden.

Mit Renault habe MAN bereits den Kauf von 2,85 Prozent der Scania-Kapitalanteile vereinbart. Es wird erwartet, dass der größte Scania-Aktionär Volkswagen mit einem Anteil von 34 Prozent der Stimmrechte und 18,7 Prozent des Kapitals sich an der Fusion beteiligt und eine größere Beteiligung an dem neuen Unternehmen erwirbt. Die Haltung der Familie Wallenberg, die insgesamt 29 Prozent kontrolliert, ist noch offen. MAN teilte mit, die Übernahme solle vor allem mit eigenem Geld und mit Krediten finanziert werden.

Samuelsson, der lange Produktionsvorstand bei Scania war und seit anderthalb Jahren an der Spitze von MAN steht, sagte: "Scania und MAN sind zwei sehr ertragsstarke Unternehmen, die industriell hervorragend zusammen passen. Beide Unternehmen verbindet eine gleichartige Unternehmenskultur und Engineering-Tradition." Die Zusammenführung stärke ihre Wettbewerbsfähigkeit, schaffe die Grundlage für Wachstum in bestehenden und neuen Märkten und biete den Aktionären einen erheblichen Wertzuwachs. Spiegel.de

Lkw-Maut wird erhöht.

09.10.2008

DESSAU. Die Bundesländer haben den Weg frei gemacht für eine Erhöhung der Lkw-Maut zum Januar 2009. Bei einer Konferenz in Dessau einigten sich die Verkehrsminister mit dem Bund auf Übergangsregelungen, um vor allem mittelständische Spediteure zu entlasten und ihnen mehr Zeit für die Umstellung auf schadstoffarme Lastwagen zu geben. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sagte im Gegenzug zu, die Finanzmittel zum Ausbau und Erhalt der Infrastruktur mindestens auf dem jetzigen Stand von 6,6 Milliarden Euro jährlich fortzuschreiben und nicht bei steigenden Mauteinnahmen zu kürzen.

Bußgeld-Katalog gebilligt

Mit dem Kompromiss ist eine Verschiebung der Mauterhöhung und damit ein drohender Einnahmeverlust für den Bund in Milliardenhöhe abgewendet. Tiefensee stimmte zu, dass Lastwagen der Schadstoffklasse Euro 3 vorübergehend weniger Mautanhebung als von ihm geplant bezahlen. Bis Ende 2010 werden zwei Cent pro gefahrenem Autobahn-Kilometer erlassen. Das soll dem Fuhrgewerbe ermöglichen, die erst vor wenigen Jahren angeschafften Euro-3-Lastwagen abzuschreiben, bevor die volle Mautsteigerung fällig wird. Zum Ausgleich wird die Maut für alle anderen Schadstoffklassen zusätzlich um 0,1 Cent pro Kilometer angehoben. Der Bundesrat soll der Neuregelung im November zustimmen.

Die Verkehrsministerkonferenz (VMK) billigte außerdem den lange umstrittenen neuen Bußgeld-Katalog für den Straßenverkehr. Vor allem Drängler, Raser und Alkoholsünder müssen mit deutlich höheren Bußen rechnen als bisher. "Da müssen wir hart durchgreifen", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre. Berliner Zeitung.

MOTORRADMESSE INTERMOT 2008

09.10.2008

Für die Motorradindustrie geht es bergab: Entlassungen und Übernahmegerüchte sind Folgen der sinkenden Nachfrage. Deshalb ist die Stimmung bei vielen Herstellern auf der Intermot schlecht. Selbst schuld, könnte man meinen, denn alternative Konzepte sind nicht in Sicht.

Es scheint, als habe sich nichts geändert auf der Nabelschau der Bikes und Biker-Branche. Die Veranstalter der Intermot 2008 prophezeien Rekorde und "Business as usual": Über 200.000 Besucher sollen zwischen dem 8. und 12. Oktober ins Kölner Messezentrum kommen, über 1100 Aussteller aus 40 Ländern sind angetreten. Es wird Häppchen, Hostessen und Highlights geben. Und volle Papptaschen.

Doch wer genau hinschaut und hinhört, spürt, dass die Gemütslage bei den traditionell optimistischen Herstellern dieses Jahr eine andere ist. Der raue Alltag hat Einzug in die Veranstaltung gehalten, die von den Zweiradträumen lebt: "Auch wir können nicht verkennen, dass die aktuelle Finanz- und Bankenkrise spürbare Auswirkungen auf unseren Markt haben wird," sagt Hendrik von Kuenheim, Motorrad-Chef von BMW. Kollegen von anderen Herstellern werden im Gespräch noch deutlicher: Die fetten Jahre sind vorbei, die Krise schlägt voll durch. Harley-Davidson hat Mitarbeiter im Stammwerk entlassen müssen und Kawasaki den Rennsport-Support in Deutschland quasi dichtgemacht, weil die Umsätze im ersten Halbjahr 2008 gefallen sind.

Hinzu kommt, dass die Platzhirsche aus München, Japan und Italien die Weichenstellung für die Zukunft verschlafen haben. Technische Schmankerl – hier eine neue Baureihe, dort ein ABS, coole Designs aller Orten. Doch alternative Antriebe zum Verbrennungsmotor, die bei wachsendem Kosten- und Umweltbewusstsein der Kunden das Gebot der Stunde wären, sind nicht in Sicht. Die Biker werden kommen zur Schau, aber ob sie auch weiter den Geldbeutel öffnen? Angst macht die Runde in Köln – man munkelt, dass mancher Bike-Bauer und großer Japaner die nächsten Jahre nicht überstehen wird. Spiegel.de

Renault Kangoo Be Bop vorgestellt.

07.10.2008

Endlich präsentiert Renault einen neuen kompakten Transporter und Mini-Van in einem. So wird aus Basis des Renault Kangoo Compat der neue Renault Kangoo Be Bop vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen 3,87 Meter langen Viersitzer mit versenkbarer Heckscheibe und Glasschiebedach für die Passagiere der Rückbank. Der Viersitzer wird eindeutig als Freizeitfahrzeug und für Kleinfamilien angeboten.

Der Renault Kangoo Be Bop verfügt über erhöhte Bodenfreiheit und zwei einzeln ausbaubare Rücksitze. Das Kofferraumvolumen beträgt 174 Liter bis maximal 1462 Liter, was für kleine Familien durchaus ausreichend sein dürfte.

Der neue Renault Kangoo Be Bop kommt im Frühjahr 2009 mit zwei Diesel- und einem Benzinmotor sowie serienmäßigem ESP auf den Markt. Ein Preis steht bislang noch nicht fest. Im-Auto.de

MEGATREND KLEINWAGEN: Meiner ist kürzer

07.10.2008

Die Autoindustrie probt den Zwergenaufstand: Weil die Kunden knausern und die Hersteller den CO2-Ausstoß drosseln müssen, gehört die Zukunft den Kleinwagen. Beim Autosalon in Paris stehen Studien wie der Nissan Nuvu und Serienfahrzeuge wie der Toyota iQ im Mittelpunkt.

François Bancon redet nicht lange drumherum. "Wenn wir nicht aufpassen, droht ein globaler Verkehrskollaps. Schon in wenigen Jahren wird mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten wohnen und Auto fahren", warnt der Vorausdenker des japanischen Herstellers Nissan. "So wird das Ideal der persönlichen Mobilität durch diese Entwicklung ad absurdum geführt." Glücklicherweise hat er eine Lösung parat: Den intelligenten Stadtflitzer, der außen scheinbar kleiner ist als innen und obendrein angeblich nur noch Spaß statt Dreck macht.

Eine schöne Illusion. Zumindest mühen sich manche Hersteller redlich, dem Ideal zumindest mit Studien möglichst nahe zu kommen – Bancon und sein Team mittenmang. Auf dem Autosalon in Paris steht bei Nissan der Nuvu im Rampenlicht. Der Name ist kein Jux. Nuvu soll englisch klingen (new view) und dem Publikum eine neue Sicht der Dinge vermitteln.

Der drei Meter messende Winzling erinnert ein bisschen an einen tropischen Fisch. Die Karosserie hat riesige Glasflächen und innen gibt es überraschend viel Platz. Es wurde nämlich gar nicht erst versucht, vier Personen unterzubringen. Stattdessen gibt es nur zwei Sitze und dazu Stellflächen für mehrere Einkaufstüten. Sollte ausnahmsweise ein dritter Passagier mitfahren wollen, lässt sich ein weiterer Sitzplatz aus dem Cockpit klappen.

Energiebaum im Fond

Weil Nissan sich als Elektroauto-Pionier positionieren will, fährt auch der Nuvu mit Strom. Mit einem Wendekreis von weniger als vier Metern ist das Auto extrem handlich und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auch halbwegs flott. Die Lithium-Ionen-Akkus im Wagenboden sollen Energie für rund 120 Kilometer speichern. Getankt wird nicht nur an der Steckdose, sondern auch unterwegs. Denn am "Energiebaum", der sich wie eine Liane durch den Innenraum zum Dach windet, hängen statt Blätter lauter kleine Solarzellen.

Mit solchen Ideen ist Bancon nicht alleine. Auch die Mazda-Designer glauben an eine neue urbane Mobilität und präsentieren in Paris als den Kiyora. Die Studie ist ein Ausblick auf einen möglichen Mazda 1. Der Wagen ist 3,77 Meter lang und verfügt, ähnlich wie der Nuvu, über ein variables Sitzkonzept für zwei oder vier Personen. Mazda-Designer Peter Birtwhistle nennt den Kiyora eine "Oase der Ruhe im Dschungel der Großstadt". Es gibt coole Lounge-Liegen hinter transparenten Karosserieelementen, einen Lufterfrischer und eine Anlage, die Regen zu Trinkwasser aufbereitet.

Gegen solche Konzepte wirkt die dritte Kleinwagenstudie aus Paris fast schon langweilig. Doch anders als die futuristischen Entwürfe der Konkurrenz wird der Audi A1 bald Wirklichkeit. Schon im nächsten Jahr soll der vornehme Cousin des VW Polo das Audi-Angebot nach unten abrunden. Gedacht ist der A1 als Mini-Konkurrent: 3,99 Meter kurz, deutlich billiger als 20.000 Euro und so luxuriös, wie es der Großstadt-Yuppie erwartet, soll der Wagen den Flottenverbrauch mindern und die Zulassungszahlen in jenem Segment vorantreiben, dem die Propheten der Branche ein deutliches Wachstum zutrauen.

Obendrein ist die Audi-Studie als Technologieträger gedacht, die dem Trend zur Elektrifizierung folgt. Hinter dem mit einer Plexiglasscheibe geglätteten Kühlergrill steckt nicht nur der bekannte 1,4-Liter-TFSI-Motor mit diesmal sogar 150 PS, sondern auch ein 27-PS-Elektromotor. Gespeist aus einem Lithium-Ionen-Akku, ist der Stromer stark und ausdauernd genug für hundert elektrische Kilometer im Stadtverkehr. Die Hybridtechnik ermöglicht Spurten und Sparen: In 7,9 Sekunden soll der Audi A1 auf Tempo 100 kommen und bis zu 200 Sachen schnell sein; als Durchschnittsverbrauch gibt Audi 3,9 Liter an, was 92 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Spiegel.de

AUTOS MIT NIEDRIGEM CO2-WERT

07.10.2008

So finden Sie die Saubermänner.

Gut fürs Klima, schlecht für den Tankwart: Automodelle mit dem von der Europäischen Union geplanten niedrigem CO2-Grenzwert gibt es bereits jetzt. Mit der Testbericht-Datenbank von SPIEGEL ONLIE finden Sie besonders umweltfreundliche Pkw mit wenigen Klicks.

Erst ab 2012 sollen Neuwagen in der EU nur noch maximal 120 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ausstoßen - aber das ist kein Grund, nicht schon vorher auf saubere Autos zu setzen.

Der CO2-Ausstoß ist direkt vom Verbrauch eines Fahrzeugs abhängig: Je genügsamer der Pkw, desto weniger Kohlendioxid wird in die Atmosphäre geblasen. SPIEGEL ONLINE hat Hunderte von Fahrzeugen getestet und macht es Ihnen besonders einfach, Saubermänner aufzuspüren.

Ein Auto mit niedrigem CO2-Wert könnte demnächst übrigens auch steuerlich interessant werden: Der Bundesfinanzminister erwägt nämlich, umweltfreundliche Fahrzeuge mit weniger als 100g/km von der Kfz-Steuer zu befreien. Spiegel.de

Von Null auf Hundert in 120 Sekunden

07.10.2008

Der neue 7er ist ein Laptop auf Rädern: Die BMW-Luxuslimousine verfügt über Internet-Anschluss, Kampfjet-Display und PC-Schnittstelle. Leider erinnert die Benutzerführung an frühe Windows-Versionen - und das lahme Funkmodem passt eher in einen Lada.

Vielleicht, so überlegte ich, könnte ich mein Arbeitszimmer abschaffen: "Schatz, ich gehe eine Stunde in den Carport, E-Mails lesen." Das wäre etwas kauzig, aber: In so einer Luxuslimousine sitzt es sich bequemer als auf einem alten Schreibtischstuhl. Und dank Edelhölzern und Lederausstattung surft es sich gleich viel gediegener.

Der neue 7er ist vollgestopft mit Computerzeugs. In der Mittelkonsole prangt ein 10,2-Zoll-Monitor. Unter dem Sitz befindet sich eine 80-Gigabyte-Festplatte. Es gibt ein sogenanntes Heads-Up-Display, das Informationen direkt auf die Scheibe projiziert - wie bei einem Kampfjet. Neben dem Schaltknüppel ist ein Drehknopf eingelassen, über den sich Navi, Internet und andere Funktionen steuern lassen. "iDrive", heißt es dazu auf der BMW-Seite, "ist ein innovatives Bedienkonzept, mit dem der Fahrer sein Fahrzeug intuitiv bedienen kann".

Na ja. Viele Besitzer des alten Siebeners machten eine andere Erfahrung: iDrive 1.0 hatte, wie sein großes Vorbild iPod, nur einen Bedienknopf, über den fast alles gesteuert wurde. Leider hatte der BMW-Bordcomputer gleichzeitig eine Menüführung, die an frühe Versionen von MS-DOS erinnerte. Die meist älteren Käufer des rund 80.000 Euro teuren Gefährts mussten in ohnmächtiger Wut feststellen, dass sie mit iDrive nicht einmal mehr Bayern 2 reindrehen konnten. Spiegel.de

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