Nachrichten: Dezember 2007
Nutzfahrzeugmarkt in Europa boomt
23.12.2007Der Nutzfahrzeugmarkt in Europa boomt weiter. Die Neuzulassungen von Transporter bis 3,5 Tonnen hat im November um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 204 298 Einheiten zugelegt. Dabei profitiert die Branche vor allem von einem Wachstum in Osteuropa, wo mit 19 146 Einheiten ein Zuwachs von 32,5 Prozent zu verzeichnen war.
Die Zahl der neu zugelassenen Transporter und Busse zwischen 3,5 Tonnen und 16 Tonnen stieg laut Herstellerverband ACEA in Gesamteuropa um 23,9 Prozent auf 3 209 Einheiten. Im Osten wurden mit 213 Einheiten 4,4 Prozent mehr verkauft als im Vorjahresmonat. Bei Lkw über 16 Tonnen stieg die Zahl der Neuzulassungen in Gesamteuropa um 16,4 Prozent auf 28 204 neu zugelassene Einheiten im November. Im Osten wurden nach einer Steigerung von 30,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr 3 629 Einheiten verkauft. www.transporter-news.de
Renault Magnum: Mehr Platz und Komfort
20.12.2007Der Fernverkehrs-Lkw Renault Magnum erhält für das kommende Jahr eine Modellpflege. Die wichtigste Neuerung ist das nochmals vergrößerte Fahrerhaus der Baureihe. Das Dach der Kabine wurde um 20 Zentimeter angehoben, so dass nun eine Innenhöhe von zwei Metern zur Verfügung steht. Dank der neuen Kopffreiheit und des durchgängigen Bodens können sich selbst hochgewachsene Menschen bequem in dem Truck bewegen. Eine neu designte Innenraumbeleuchtung, eine dickere Matratze für das Bett und eine neue Radio-Anlage tragen zu zusätzlichem Komfort für den Fahrer bei. Am Antriebsstrang ändert sich nichts. Nach wie vor sorgt ein 13-Liter-Sechszylinder-Turbo-Dieselmotor mit wahlweise 339 kW/460 PS oder 368 kW/500 PS für den Vortrieb. Mit der Auslieferung des neuen Magnum ist in der zweiten Hälfte 2008 zu rechnen.
Neben dem Magnum präsentiert Renault Trucks Anfang 2008 zwei neue Versionen der Baustellenfahrzeuge Kerax und Premium Lander. Den Kerax wird es künftig mit dem 13-Liter-Dieselantrieb aus dem Magnum geben, der Premium Lander ist zusätzlich als 8x4-Fahrzeug erhältlich. www.transporter-news.de
Gabriel warnt vor Wettbewerbskrieg gegen deutsche Autohersteller
19.12.2007Berlin - Umweltminister Sigmar Gabriel hat den EU-Vorschlag zur Verringerung des Schadstoffausstoßes heftig kritisiert. Der Richtlinienvorschlag zum CO2-Ausstoß habe nichts mit Klimaschutz zu tun, sagte Gabriel im ZDF-Morgenmagazin. Er benachteilige die deutschen Autoproduzenten. Italienische und französische Hersteller würden bevorzugt. Der SPD-Politiker sprach von einem Wettbewerbskrieg gegen deutsche Hersteller. Die EU-Kommission stellt heute ihre Pläne vor, Autokonzerne zum Bau umweltfreundlicherer Fahrzeuge zu zwingen. www.monstersandcritics.de
Setra TopClass 400: Neue Sicherheitsextras
14.12.2007Der Reisebus Setra TopClass 400 hat anlässlich seiner Überarbeitung neue Sicherheitsextras erhalten. Der komfortable Dreiachser der Daimler-Tochter ist nun serienmäßig mit dem Fahrerassistenten "Front Collision Guard" ausgestattet. Das System sorgt bei einem Aufprall unter anderem dafür, dass der Fahrersitz automatisch nach hinten fährt, um den Fahrer besser zu schützen. Auch ein Abbiegelicht sowie Licht- und Regensensoren sind künftig an Bord des 12,30 Meter langen Reisebusses. Außerdem wurde durch eine Verlängerung des Radstandes um zehn Zentimeter Platz für einen zweiten Begleitsitz geschaffen. www.transporter-news.de
Neue Regeln in Österreich: Höhere Bußgelder für Telefonieren
10.12.2007Autofahrer in Österreich müssen sich im neuen Jahr auf einige Änderungen im Straßenverkehr gefasst machen. So wird nach Angaben des ADAC in München am 1. Januar die Verpflichtung aufgehoben, am Tag mit Abblendlicht oder Tagfahrlicht zu fahren. www.monstersandcritics.de
Navis oft gefährlich und wenig bedienerfreundlich
10.12.2007Gefährliche Mängel und Tücken in der Bedienung weisen viele Navigationsgeräte auf. Das Computer-Magazin "Chip" hat 36 nachrüstbare Navis unterschiedlicher Hersteller und Preisklassen (190 Euro bis 525 Euro) getestet und die Ergebnisse jetzt online veröffentlicht.
Bei manchen Geräten sind die Fahranweisungen zu ungenau. Die akustische und die graphische Darstellung weisen Abweichungen auf. Außerdem wird der Fahrer abgelenkt, wenn er die Lautstärke am Navi durch mehrmaliges Drücken diverser Tasten ändern muss. Breite Displays, die auf den ersten Blick besonders komfortabel wirken, sind laut "Chip" oft wenig hilfreich. Wären sie im Hochformat ausgerichtet, würden sie den Weg deutlicher anzeigen, im Querformat bieten sie lediglich eine gestauchte, kleine Darstellung.
Kritisiert wurden zudem sprachliche Spitzfindigkeiten, denen der Kunde auf den Leim gehen könnte: Die Geräte sollen laut Herstellerangaben "Europakarten" enthalten. Beim Test zeigte sich, dass jedoch nur Kartenmaterial für Westeuropa vorlag, die entsprechenden Karten für den östlichen Teil des Kontinents muss der Kunde nachkaufen. Ein weiterer Trick der Hersteller ist es außerdem, die Geräte ohne Netzkabel auszuliefern. Um seinen Navi-Akku aufladen zu können, muss der Käufer folglich noch einmal in die Tasche greifen und ein entsprechendes Kabel kaufen.
Das beste Testergebnis erzielte das "TomTom Go 720 T" von TomTom, das ab rund 355 Euro zu haben ist. Neben den multimedialen Extras - darunter ein Musik-Player und eine Freisprechanlage - besticht das Gerät vor allem durch seine enorme Fülle an Navigationsmöglichkeiten. Die Berechnung der Strecken sowie die Zielführung lassen keine Wünsche offen und verliefen im Test fehlerfrei. Zieladressen müssen bei diesem Navi nicht unbedingt per Tastatur eingetippt werden, es verfügt zusätzlich über eine Spracheingabe-Möglichkeit. Enthalten ist zudem Kartenmaterial von Westeuropa und die Akku-Laufzeit betrug im Test drei Stunden und vier Minuten.
Als zweitplatziertes Gerät ging das "Medion GoPal P4410" von Medion aus dem Test hervor. Die Ausstattung ist üppig, die Streckenberechnung überdurchschnittlich schnell und die Zielführung vermochte ebenfalls zu überzeugen. Auch bei diesem Navi ist eine alternative Zieladresseneingabe per Sprache möglich. Das enthaltene Kartenmaterial umfasst den gesamten europäischen Kontinent. Ein deutliches Manko ist jedoch, dass sich die Lautstärke nicht durch einen gezielten Knopfdruck regeln lässt. Erst muss sich durch das Menü getippt werden, was beim Fahren ablenkt. Ganze vier Stunden und 51 Minuten beträgt die Akku-Laufzeit, das Gerät ist ab 325 Euro im Handel erhältlich.
Vollständig auf den eigentlichen Sinn und Zweck der Geräte konzentriert sich das drittplatzierte "Navigon 7110" von Navigon: Wegbeschreibungen liefern, und das ohne multimedialen Begleit-Schnickschnack. Als besonders angenehm wurde die "Reality-View-Ansicht" bewertet. So zeigt das Display beispielsweise komplexe Autobahnknoten nicht aus der Vogelperspektive an, sondern in der räumlichen Darstellung, die der Fahrer von seinem Platz aus durch die Windschutzscheibe wahrnimmt. Die Akkulaufzeit wurde mit zwei Stunden und 40 Minuten beziffert und das Kartenmaterial stammt aus ganz Europa. Preislich liegt dieses Navi bei rund 380 Euro und aufwärts.
Schon etwas älteren Datums ist das letztplatzierte Gerät, der "TravelPilot Lucca 3.3" von der Blaupunkt. Wegen seiner sehr trägen Arbeitsweise konnte sich dieses Navi am schlechtesten gegen die Konkurrenz durchsetzen. Zudem ist die Menü-Führung weniger bedienerfreundlich als bei anderen Geräten und der Nutzer braucht entsprechend lange, um sich ans Ziel zu klicken.
Fazit des Tests ist: Jüngere Modelle sind in Sachen Benutzerführung meist überlegen, weisen zudem eine Menge Extras auf, sind aber trotz ihrer Stärken bei der Navigation nicht unbedingt ganz ohne Tücken. Chip empfiehlt, vor dem Kauf die Geräte zu testen, indem die Menüführung mit dem Finger bedient wird. Hierbei offenbart sich eine träge Arbeitsweise genauso schnell wie eine komplizierte Menüführung, die im Straßenverkehr rasch zur gefährlichen Ablenkung werden kann. Wer vor dem Kauf die persönlichen Favoriten genau unter die Lupe nimmt, kann so Fehlkäufe oft vermeiden. www.transporter-news.de
MAN rechnet 2008 mit weiterem Rekordjahr
07.12.2007MAN rechnet für 2008 mit einem weiteren Rekordjahr bei seinen Nutzfahrzeugen. Vor allem auf dem osteuropäischen Markt rechnet der Lkw-Hersteller mit guten Geschäften und strebt einen Gesamtabsatz von 100 000 Lastwagen an.
Der Lkw- und Maschinenbaukonzern hat in den ersten elf Monaten 2007 eine Umsatzsteigerung von 14 Prozent erzielt. Der Auftragseingang erhöhte sich um 15 Prozent. www.transporter-news.de
350 neue Arbeitsplätze bei Mercedes-Benz Mannheim
06.12.2007Im Motorenwerk Mannheim schafft Mercedes-Benz jetzt 350 neue feste Arbeitsplätze. Grund ist die gute Auftragslage in den Lkw-Werken Wörth und Aksaray (Türkei) sowie die Teilefertigung in Mannheim für eine neue Motorenbaureihe für die USA. Im Jahr 2006 hat das Mannheimer Werk 400 000 Motoren produziert und 170 000 Tonnen Guss hergestellt. www.monstersandcritics.de
Ratgeber: Der richtige Antrieb für schwere Jungs
05.12.2007Bei Transportern gibt es mittlerweile einen enormen Variantenreichtum. Neben verschiedenen Aufbauten und Ausstattungen stehen auch unterschiedliche Antriebsarten zur Verfügung. Viele Hersteller bieten neben dem Frontantrieb auch heck- oder allradgetriebene Versionen an. Jede hat ihre Vorteile.
Standard bei den Lasteseln ist der Frontantrieb, seit Transporter nicht mehr direkt von Lkw abgeleitet werden. Für den Einsatz im Stadt- und Autobahnverkehr ist er aufgrund vergleichbar niedriger Kosten eine gute Wahl. Durch die Bauweise kann die Ladekante am Heck meist tiefer liegen als in den heckgetriebenen Varianten, da das platzraubende Getriebe und die Kardanwelle an der Hinterachse wegfallen. Zudem verfügt ein Fronttriebler auf Schnee über besonders gute Traktion. Fronttriebler haben nahezu alle Hersteller im Programm, unter anderem Renault, VW und Ford.
Wer häufig schwere Güter transportieren will, ist mit einem Hecktriebler in vielen Fällen besser bedient. Besonders am Hang bietet dieser bei voller Beladung gute Traktion, da das Gewicht auf der Hinterachse ruht. In Verbindung mit einem starken Dieselmotor dürfte es kaum ein Hindernis geben, das er nicht nehmen kann. Ford rüstet den Transporter Transit nun auch mit einem 147 kW/200 PS starkem 3,2-Liter-Dieselmotor aus. Der Top-Motor der Baureihe ist einzig der heckgetriebenen Version vorbehalten, die ebenfalls erhältlichen Versionen mit Frontantrieb müssen sich mit dem 103 kW/140 PS-Aggregat als stärkstem Motor begnügen. Zudem gilt die Heckantriebs-Technik als robuster, da die Kardanwelle zur Hinterachse weniger empfindlich ist als eine angetriebene Vorderachse. Anfallende Reparaturen sind deutlich preisgünstiger.
Mittlerweile bieten einige Hersteller auch Allrad-Transporter an. Diese eignen sich besonders bei häufigen Fahrten durch unwegsames Gelände, etwa als Baustellenfahrzeug oder für den Einsatz in Forst- und Landwirtschaft. Sie sind jedoch deutlich teurer als Front- oder Heckantriebs-Varianten. Unter anderem bietet Iveco den Daily in einer 4x4-Version an. Der Daily 4x4 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen oder 5,5 Tonnen wird von einem 130 kW/176 PS starken 3,0-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor angetrieben. Das maximale Drehmoment von 400 Nm liegt bei 1 250 bis 3 000 U/min an. Holger Holzer www.transporter-news.de
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