Nachrichten: Juli 2008
Scania fährt Rekordgewinn ein.
31.07.2008Die VW-Tochter Scania hat im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Umsatzplus in Russland und Südamerika einen Rekordgewinn eingefahren. Der operative Gewinn sei von April bis Juni um 41 Prozent auf 4,25 Milliarden schwedische Kronen (449 Millionen Euro) gestiegen, teilte der Nutzfahrzeugbauer am Freitag in Södertälje mit.
Der Überschuss legte um 51 Prozent auf 3,04 Milliarden Kronen zu. Treibende Kraft war vor allem die große Nachfrage in Russland und Brasilien: Dort verbuchte Scania im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von jeweils 56 und 35 Prozent.
Im zweiten Quartal hat Scania 20.508 Fahrzeuge ausgeliefert - zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Einen Rückgang verzeichnete das Unternehmen dagegen bei den Neubestellungen. Mit 17.029 Fahrzeugen wurden 25 Prozent weniger bestellt als ein Jahr zuvor. Vor allem in Europa gingen die Bestellung zurück: Im ersten Halbjahr brach der LKW-Auftragseingang in Westeuropa um 44 Prozent und in Osteuropa um 30 Prozent ein. In Russland, Südamerika und Asien sei die Nachfrage nach Lastwagen aber weiter stark.
Für das Gesamtjahr bekräftigte der Scania-Chef Leif Östling das Ziel, den Gewinn im Vergleich zu 2007 zu erhöhen. Die jüngste Entwicklung auf den Märkten in Europa mache es aber schwer, einen Ausblick auf das kommende Jahr zu geben.
VW hatte am vergangenen Dienstag wie zuvor angekündigt seinen Anteil an Scania auf 68,6 Prozent erhöht. Weitere 17 Prozent hält MAN. Scania wird ab Juli nun als neunte Marke des VW-Konzerns in der Bilanz konsolidiert werden. In den am Mittwoch vorgelegten rundschau.de
MAN-Gruppe wächst kräftig - NFZ-Geschäft schwächt aber ab.
31.07.2008Im Jubiläumsjahr sorgt auch die Halbjahresbilanz bei MAN für Feierlaune. Die gesamte MAN-Gruppe meldete heute durchweg positive Zahlen für die ersten sechs Monate. So stiegen Auftragseingang (+ 8 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro), Umsatz (+20 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro) sowie das operative Ergebnis (+41 Prozent auf 1,017 Milliarden Euro) deutlich gegenüber den Vorjahreswerten. Auch die Umsatzrendite kletterte von 10,7 auf 12,6 Prozent.
„Die ausgewogene Konzernstruktur wirkt positiv auf die MAN Gruppe. Großdieselmotoren, Turbinen und Kompressoren bleiben sehr stark gefragt“, erklärt Håkan Samuelsson, Vorstandsvorsitzender der MAN Gruppe das gute Ergebnis. „Im Nutzfahrzeugbereich sind die Auftragseingänge nach dem außergewöhnlichen Anstieg in den Vorjahren jetzt rückläufig. Für das Gesamtjahr 2008 rechnen wir für die MAN-Gruppe insgesamt mit einer Normalisierung des Auftragseinganges. Bei Umsatz und Umsatzrendite halten wir an unserer Prognose fest“, so der Ausblick des Schweden.
Das Nutzfahrzeuggeschäft bleibt mit 5,4 Milliarden Euro (+17 Prozent) der größte Umsatzbringer für das Münchner Unternehmen. Damit steigerte der Konzern seine Rendite im LKW-Bereich von 11,1 auf 12,7 Prozent. Dazu trug vor allem die schwere Baureihe (13,9 Prozent Rendite) bei. Allerdings spüren die Süddeutschen hier zunehmend die Auswirkungen der gestiegenen Mehrbelastungen für das Transportgewerbe. So wurden im ersten Halbjahr 15 Prozent weniger LKW (in Stückzahlen) als im Vorjahr geordert, was einem Rückgang beim Auftragseingang bei Nutzfahrzeugen um 3 Prozent (von 6,5 Milliarden Euro auf 6,3 Milliarden Euro) entspricht. Positiv entwickelte sich die Mitarbeiterzahl. Diese stieg um mehr als 2000 auf nun 57.179 Beschäftigte an.
rundschau.de
Daimler drosselt Produktion.
31.07.2008Der Autobauer Daimler will wegen schleppender Nachfrage in diesem Jahr die Produktion in seinen deutschen Werken um rund 46 000 Mercedes-Pkw kürzen. Dazu sollten die Mitarbeiter Freischichten nehmen und Überstunden auf ihren Arbeitszeitkonten abbauen, teilte die Betriebsratsgruppe Alternative im Stammwerk Untertürkheim mit. Der Umfang der Produktionskürzungen stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher. Es würden noch Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern geführt.
abendblatt.de
MAN unterzeichnet Absichtserklärung mit dem Irak.
25.07.2008Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde die Vereinbarung von der MAN Nutzfahrzeuge AG mit dem Vertriebspartner Terramar und dem irakischen Industrieministerium abgeschlossen. Im Rahmen des Vertrages sollen MAN Nutzfahrzeuge und Terrarmar eine Lkw- und Busmontagelinie im Irak aufbauen. Ab 2009 sollen Fahrgestelle für Kipper, Tanker, Sattelzugmaschinen und Busaufbauten endmontiert werden, deren vormontierte Teile aus dem MAN-Produktionsstandort Salzgitter kommen.
Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht genannt
FinanzNachrichten.de
MAN erhält weiteren Auftrag für 500 Erdgasbusse aus der Türkei.
25.07.2008Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat einen weiteren Bus-Großauftrag aus der Türkei erhalten. Die Stadt Ankara habe 500 Erdgasbusse bei dem Münchener Unternehmen bestellt, wie der DAX-Konzern am Freitag mitteilte. Die Stadtbusse sollen ab November diesen Jahres bis September 2009 ausgeliefert werden.
Bereits im Jahr 2006 habe MAN in der Türkei eine Ausschreibung der kommunalen Verkehrsbetriebe EGO über 490 Fahrzeuge gewonnen.
FinanzNachrichten.de
Volvo steigert Gewinn
25.07.2008Der schwedische Lastwagenbauer Volvo hat im zweiten Quartal vom guten Nutzfahrzeugmarkt in Osteuropa, Asien und Südamerika profitiert. Doch in anderen Regionen gab es Schwierigkeiten.
Das operative Ergebnis sei in der Zeit von April bis Juni um 17 Prozent auf 7,19 Mrd. schwedische Kronen (760 Mill. Euro) gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mit. Der Umsatz legte 13 Prozent auf 80,43 Mrd. Kronen zu. Unter dem Strich verdiente der weltweit zweitgrößte Nutzfahrzeughersteller 5,15 Mrd. Kronen. Das war ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum.
Verkauft wurden laut den Angaben 69 754 Nutzfahrzeuge zwischen April und Juni - das waren 24 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2007. Vor allem in Osteuropa, Asien und Südamerika sei der Absatz gestiegen. Die Märkte in den USA und Japan seien dagegen schwach geblieben, sagte der Chef der Volvo Gruppe, Leif Johansson. Auch in Europa litt das Geschäft. So musste der Autobauer unter anderem wegen der hohen Spritpreise einen Auftragsrückgang um 54 Prozent hinnehmen.
Volvo bekräftigte dennoch seine Erwartungen: So rechnet der Fahrzeughersteller mit einem zehnprozentigen Wachstum des europäischen Lastwagenmarktes und einer stagnierenden Entwicklung in Nordamerika.
Handelsblatt.com
Daimler prüft Einstieg beim LKW-Hersteller Kamaz.
25.07.2008Die Daimler AG wird sich möglicherweise am russischen Nutzfahrzeughersteller Kamaz beteiligen. Die Lkw-Sparte verhandele dazu exklusiv mit der Investmentgesellschaft Troika Dialog, teilte der Stuttgarter DAX-Konzern am Freitag mit. Eine Buchprüfung bei Kamaz sei bereits eingeleitet. Bis Endes des Jahres will Daimler zu einer Entscheidung kommen.
Daimler Trucks verhandelt über eine Beteiligung von 42% bei dem russischen Hersteller. Sollte es zu einem Einstieg kommen, würde Daimler seine technische Kompetenz und Kamaz seine Fertigungsanlagen, Vertriebsstrukturen und ihr Netzwerk vor Ort einbringen.
Bereits im Januar hat Daimler Trucks angekündigt, sich verstärkt in Russland zu engagieren und dazu bis Jahresende eine strategische Entscheidung treffen zu wollen. Neben der jetzt angekündigten Option, bei Kamaz einzusteigen, prüft Daimler auch den Bau eines eigenen Montagewerkes in Russland.
Kamaz ist der größte russische Hersteller schwerer Lkw. Im vergangenen Jahr verkaufte das Unternehmen nach Angaben von Daimler rund 53.000 Lkw und erzielte damit einen Umsatz von 3,8 Mrd USD. Rund 25% der Lkw-Produktion exportierte Kamaz in Staaten wie Kasachstan, Ukraine und nach Asien. Am russischen Hersteller ist neben der Investmentgesellschaft Troika Dialog, die insgesamt 54% der Anteile hält, auch noch der russische Staat mit 38% beteiligt.
Dagegen hat Daimler Trucks in Russland noch Nachholbedarf. Die Nfz-Sparte verkaufte im vergangenen Jahr in Russland nach eigenen Angaben rund 1.300 Einheiten. Laut JD Power verkauften die westlichen Wettbewerber 2007 wesentlich mehr schwere Lkw: MAN lieferte in Russland 2.900 Einheiten aus, Volvo 4.200 Stück und Scania 5.400 schwere Lkw.
Daimler rechnet früheren Angaben zufolge mit einem starken Wachstum des Lkw-Marktes in Russland. Für 2007 bezifferte Daimler den Gesamtmarkt noch mit 138.000 Einheiten, davon entfielen 121.000 Stück auf russische Hersteller. 2018 rechnet das Unternehmen mit einem Lkw-Markt von 242.000 Einheiten, davon sollen 145.000 Stück den russischen Herstellern kommen.
Auch für den Bus-Bereich ist Kamaz ein interessanter Partner. Die Russen haben im vergangenen Jahr rund 1.500 Busse produziert. Mitte März hatte Harald Landmann, Leiter der Tochter Daimler Buses, gesagt, sein Unternehmen erwäge eine gemeinsame Produktion in Russland. Eine Daimler-Sprecherin wollte sich dazu am Freitag nicht äußern.
Daimler.com
Volkswagen übernimmt das Kommando bei Skania.
21.07.2008Der Autobauer Volkswagen kann die Mehrheit bei Scania übernehmen. Alle kartellrechtlichen Genehmigungen liegen dem Wolfsburger Konzern zufolge nun vor. Damit kommt VW-Patriarch Ferdinand Piech seinem Plan vom automobilen Superkonzern näher, der die komplette Fahrzeugpalette vom Sportwagen bis zum Schwertransporter anbietet.
Der Autobauer Volkswagen hat nun endgültig das Kommando über das geplante Dreierbündnis mit Scania und MAN. VW habe alle wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen für die Übernahme der Mehrheit an dem schwedischen Lkw-Hersteller Scania erhalten, hieß es beim Wolfsburger Autokonzern. Neben der Europäischen Kommission hätten die Kartellbehörden zahlreicher weiterer Länder zugestimmt.
Europas größter Autokonzern VW hatte Anfang März das Ruder bei Scania übernommen. Nach langem Ringen verkauften die schwedischen Scania-Großaktionäre, die Industriellenfamilie Wallenberg und ihre Beteiligungsfirma Investor, ihre Aktienpakete für rund 2,8 Milliarden Euro an Volkswagen. Damit stockten die Wolfsburger ihren Anteil auf 68,8 Prozent der Stimmrechte und 37,7 Prozent des Kapitals auf.
VW-Chef Martin Winterkorn hat den Schweden zwar zugesagt, den fünftgrößten europäischen Nutzfahrzeugbauer als selbstständiges Unternehmen zu erhalten. Viele Branchenkenner erwarten jedoch langfristig eine Mega-Fusion mit MAN zum größten Lkw-Konzern des Kontinents. VW ist mit fast 30 Prozent größter MAN-Aktionär. Vor anderthalb Jahren war MAN-Chef Hakan Samuelsson, früher selbst bei Scania, mit einer zehn Milliarden Euro schweren Offerte für den Konkurrenten am Widerstand aus Schweden gescheitert.
VW-Patriarch Ferdinand Piech gilt als treibende Kraft hinter einer Allianz mit MAN, Scania und dem eigenen Geschäft mit schweren Lkw, das VW in Südamerika betreibt. Daraus würde ein Konzern entstehen, der die komplette Fahrzeugpalette von den Sportwagen des Großaktionärs Porsche bis hin zu Schwerlastern abdecken könnte. Der Stuttgarter Sportwagenbauer schickt sich an, die Mehrheit an Volkswagen zu übernehmen.
weltonline.de
Man an Übernahme von LKW-Werk von VW in Brasilien interessiert.
21.07.2008Der Nutzfahrzeughersteller MAN AG ist einem Pressebericht zufolge an einer Übernahme der Nutzfahrzeugaktivitäten der Volkswagen AG in Brasilien interessiert.
"Das ist eine Option, die geprüft wird", erklärte eine mit den Vorgängen vertraute Person gegenüber der Anlegerzeitung "EURO am Sonntag". Dies könne "noch im laufenden Jahr geschehen", hieß es. Zudem überlegt MAN auch, ein eigenes Motorenwerk in Brasilien zu bauen. Bislang bezieht VW die Motoren in seinem Werk im brasilianischen Resende vor allem vom US-Hersteller Cummins sowie von MWM/International, einer Tochter des US-Lkw-Bauers Navistar International Corp.
Erst am Donnerstag hatte VW-Chef Martin Winterkorn gesagt, man wolle demnächst Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit zwischen MAN, Scania AB und der eigenen Nutzfahrzeugsparte ausloten. "Wir werden überlegen, wie man das ganze Gebilde formt". Bereits im Mai hatte Winterkorn auch einen Verkauf des Nutzfahrzeuggeschäfts von VW an MAN nicht ausgeschlossen.
VW hat im Vorjahr in Resende 47.000 Fahrzeuge gebaut. Im ersten Halbjahr legte die Produktion um 18,6 Prozent auf rund 26.230 Einheiten zu. Wegen der starken Nachfrage gehe man für das laufende Jahr von einem weiteren Wachstum aus, erklärte ein VW-Sprecher gegenüber der Wirtschaftszeitung. Allerdings gilt das Werk laut dem Bericht nicht als besonders profitabel. "VW kann aufgrund der geringen Stückzahlen kaum Skaleneffekte realisieren", zitiert die Wirtschaftszeitung einen Analysten einer großen Bank. Ein MAN-Sprecher wollte sich auf Anfrage zu möglichen Plänen für Brasilien nicht äußern.
aktiencheck.de
Tiefensee will ausländische LKW vergraulen.
11.07.2008Deutschland zu viel. Er will die Zahl der Schwergewichte auf deutschen Straßen drastisch reduzieren. Teile seines neuen Verkehrsplans gelangten jetzt an die Öffentlichkeit.
Der Transitverkehr von Lkw durch Deutschland soll künftig eingedämmt werden, sieht der Entwurf des Bundesverkehrsministeriums zum "Masterplan Güterverkehr und Logistik" vor. Zwar will Tiefensee (SPD) den Plan erst an diesem Freitag offiziell vorstellen, Auszüge wurden aber bereits vorab auf der Internetseite der "Verkehrsrundschau" Bundesverkehrsminister Tiefensee wird offenbar der Lkw-Verkehr in veröffentlicht.
Durch immer mehr Lkw-Durchgangsverkehr werde die Infrastruktur in Deutschland erheblich belastet, so der Entwurf. Auch die Lärm- und Umweltbelastung dürfte deutlich zunehmen, wenn - wie es derzeit prognostiziert wird - der Transitverkehr künftig doppelt so stark wachsen wird wie der Güterverkehr in Deutschland insgesamt. Deshalb müsse Deutschland auf europäischer Ebene nach Lösungen suchen, "wie Transitverkehre durch Schaffung neuer Anlieferungswege verkürzt oder ganz vermieden werden können."
Financial times.de
Mercedes-Benz verkauft in Brasilien im 1H mehr LKW und Busse.
09.07.2008STUTTGART (Dow Jones)--Mercedes-Benz hat in Brasilien im ersten Halbjahr deutlich mehr Lkw und Busse verkauft. Auf dem wachsenden Markt konnten die Stuttgarter von Januar bis Juni 61.775 Lkw und 15.376 Busse absetzen, wie die Daimler AG am Freitag mitteilte. Das waren 35% beziehungsweise 18% mehr als im Vorjahreszeitraum.
Mercedes-Benz do Brasil ist nach eigenen Angaben bei Lkw und Bussen Marktführer. Die guten Verkäufe bei Lkw führten die Stuttgarter auf das dynamische Wachstum in der Bauwirtschaft, im Bergbau sowie im Zuckerrohr- und Getreideanbau zurück. Bei den Bussen profitiere Mercedes-Benz vor allem von den steigenden Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr in den Ballungsräumen. Finanzen.net
Extra ß Spur für LKW.
03.07.2008Scheinbar überflüssige Überholmanöver der behäbigen Stahlkolosse haben wohl jeden Autofahrer bereits zur Weißglut gebracht. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee will das ändern.
Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee will mit einer nach Tageszeit gestaffelten Lkw-Maut für weniger Staus auf den Autobahnen sorgen. In der „Bild am Sonntag“ plädierte er erneut für mehr Überholverbote für Lastwagen auf den Autobahnen. Zeitweise sollten auch die Standspuren für den Verkehr freigegeben werden, um neue Staus zu vermeiden.
„Auf stark befahrenen Autobahnen sollten die Lastwagen ausschließlich die rechte Spur benutzen, alle anderen Spuren gehören den Autos.“ sagte Tiefensee. Er wolle mit diesem Thema bei seinen Länderkollegen vorankommen. „Ich dringe darauf, dass weitere Verbote noch in diesem Sommer ausgesprochen werden.“ Zu den Hauptverkehrszeiten in Ballungsräumen und bei Staus sollen zudem die Standstreifen auf Autobahnen als zusätzliche Spur freigegeben werden, sagte der Minister.
Diese Maßnahmen zur Stauvermeidung sollten noch im Juli im Bundeskabinett verabschiedet werden, kündigte der SPD-Politiker an. Dazu gehöre auch, die Lkw-Maut nach Uhrzeit zu staffeln: „Wer unbedingt zwischen sechs und neun Uhr am Frankfurter Kreuz unterwegs sein will, muss mehr bezahlen als der Lkw-Fahrer, der die Autobahn zwischen neun und 15 Uhr nutzt. Dort ist dann mehr Raum für die Autofahrer.“
Als weitere Maßnahme zur Stauvermeidung sollen Straßenarbeiten auf Autobahnen künftig zügiger abgeschlossen werden. „Auf allen Baustellen muss endlich den ganzen Tag über gearbeitet werden - und nicht nur in einer Schicht“, forderte Tiefensee. Aufträge für Baustellen sollten nur noch an Firmen vergeben werden, die von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang arbeiten. „Da stehen harte Verhandlungen mit den Baufirmen an,“ sagte er.
Abendblatt.de
Tiefensee will Extra-Spur für LKW auf Autobahnen.
02.07.2008Kampf dem Stau: Verkehrsminister Tiefensee hat sich ein ganzes Maßnahmenpaket für einen besseren Verkehrsfluss auf den Autobahnen überlegt. So sollen etwa Lkw künftig eine eigene Spur befahren und zur Hauptverkehrszeit eine höhere Maut bezahlen.
Berlin - Wolfgang Tiefensee hat gleich ein ganzes Bündel an Ideen gegen Staus auf deutschen Autobahnen präsentiert. Und er will es zügig umsetzen. Schon im Juli soll das Bundeskabinett darüber entscheiden. Des Verkehrsministers wichtigstes Anliegen: "Mein Ziel ist, dass sich Lkw und Pkw auf den Autobahnen weniger in die Quere kommen", sagte Tiefensee der "Bild am Sonntag". "Auf stark befahrenen Autobahnen sollten die Lastwagen ausschließlich die rechte Spur benutzen, alle anderen Spuren gehören den Autos", sagte er.
Die Spurentrennung auf Autobahnen wolle er durch Überholverbote für Lastwagen erreichen, erläuterte der Minister. "Ich dringe darauf, dass weitere Verbote noch in diesem Sommer ausgesprochen werden", sagte Tiefensee. Er habe das Thema bereits mit seinen Ministerkollegen in den Ländern erörtert.
Tiefensee sagte, er strebe eine Senkung des Benzinverbrauchs durch weniger Staus an. Von 12.200 Kilometern Autobahn in Deutschland seien 2500 staugefährdet. "Auf 1300 Kilometern regeln bereits moderne, elektronische Anlagen den Verkehr. Ich will erreichen, dass die Länder auf den verbleibenden Stecken rasch Lkw-Überholverbote erlassen", sagte Tiefensee. Außerdem sollten Bauarbeiten auf Autobahnen künftig schneller abgeschlossen werden.
Zu den Maßnahmen zur Stauvermeidung gehört laut Tiefensee auch, zur Hauptverkehrszeit in den Ballungsräumen die Standstreifen auf Autobahnen als zusätzliche Spur freizugeben. Außerdem solle die Lkw-Maut nach Uhrzeit gestaffelt werden. "Wer unbedingt zwischen 6 und 9 Uhr am Frankfurter Kreuz unterwegs sein will, muss mehr bezahlen als der Lkw-Fahrer, der die Autobahn zwischen 9 und 15 Uhr nutzt. Dort ist dann mehr Raum für die Autofahrer", sagte er.
ler/ddp
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