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Nachrichten: August 2009

Studie warnt: Autobranche können ca. 90.000 Arbeitsplätze verlieren.

28.08.2009

Eine Studie von Roland Berger hat festgestellt, dass zehntausende Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie im nächsten Jahr in Gefahr sind.

Beim Endspurt um die Abwrackprämie könnten Autokäufer möglicherweise leer ausgehen. Der Studie zufolge könnten allein 30 000 Stellen in ca. 27 000 Autohäuser in Deutschland wegfallen.

Besonders schwierig sei die Situation für die Autohändler, obwohl diese im laufenden Jahr dank der Prämie sogar mehr Autos verkaufen würden als im voriges Jahr. Der Vorzieheffekt werde die Händler nun wie ein Bumerang treffen. Der Autor der Studie Ralf Landmann hat bemerkt, dass „fast jeder zweite deutsche Händler akut von Insolvenz bedroht ist, wenn die Abwrackprämie ausläuft“.

VW: Verkaufserhöhung um 6,7%.

17.08.2009

Der Autohersteller Volkswagen(VW) hat seinen weltweiten Absatz im Juli zum dritten Mal in Folge gesteigert. Seit langem ist die Lage auf dem Automarkt schwierig. Im letzten Monat sind 556.900 Fahrzeuge ausgeliefert (im Vergleich zu dem vergangenen Jahr (Juli) 521.100 Fahrzeuge). In diesem Fall spricht man über 6,7 % Zuwachs.

In den ersten 7 Monaten des laufenden Jahres wurden 3,65 Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Das ist um 3,5 % weniger, als im vergangenen Jahr. Damit schlägt sich der Volkswagen Konzern weiterhin deutlich besser als der Gesamtmarkt. Dieser verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang von ca. 16 %.

Detlef Wittig, der Vertriebsvorstand, hat bemerkt: „Wir sind gut unterwegs und gewinnen weltweit Marktanteile. Unsere derzeitigen Auslieferungszahlen liegen über Plan“.

Kögel ist zahlungsunfähig.

03.08.2009

Die Kögel Fahrzeugwerke GmbH, Burtenbach, muss aufgrund der drastischen Marktverwerfungen in der Logistikindustrie und der Trailerbranche Insolvenz anmelden. Dies meldet heute das Unternehmen. Es handelt sich um rund 1150 Mitarbeiter, die von der Insolvenz direkt betroffen sind (hiervon rund 830 in Deutschland). Die Schwestergesellschaft in Frankreich Jean Chereau SAS ist von der Insolvenz nicht betroffen.

Die Gesellschafter möchten aber Kögel weiterhin unterstützen. Sie arbeiten an einer entsprechenden Fortführungslösung im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens. Der Fahrzeughersteller hatte seit dem Ausbruch der Finanzkrise im September letzten Jahres mit einem Nachfrageeinbruch von mehr als 90 % zu kämpfen.

Erst 2004 hatte das frühere Familien-Unternehmen Kögel in Ulm Insolvenz angemeldet, und wurde anschließend von einem Münchner Finanzinvestor übernommen.

Bereits im Sommer 2008 hatten die Gesellschafter angesichts der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise Entscheidung getroffen, die umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen zu organisieren. Mehrmalige Versuche waren aber vergeblich.

Ein Antrag auf Hilfsmittel aus dem KfW-Sonderprogramm wurde zwar von der KfW in Aussicht gestellt, konnte jedoch die Insolvenz nicht mehr abwenden. Auch die zuletzt mit diversen Lieferanten getroffenen Stundungsvereinbarungen konnten hieran nichts mehr ändern, bedauerte das Unternehmen.

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